Alle Finanzprodukte unterliegen demnächst einer zusätzlichen Prüfung

Die Presse war einigermaßen erstaunt, als der Koalitionsausschuss der Bundesregierung bei der ersten Besprechung im März 2012 beschloss, eine Art Finanz-TÜV für alle Produkte einzuführen. Diese Nachricht ist insbesondere für viele Geldanleger unerwartet und erstaunlich, weil die meisten Produkte ohnehin schon reguliert sind und einer mehrfachen Sicherung unterliegen. Konkret weiss noch niemand 100%-ig genau, was es damit auf sich hat. Im Moment sind die Grundzüge bekannt: Die Stiftung Warentest erhält einen jährlichen Etat von 1,5 Millionen Euro, um Produkte zu prüfen und zu bewerten. Dazu wird es eine Organisationseinheit Stiftung Finanztest innerhalb der Stiftung Warentest geben.

Tagesgelder und Festgelder werden gefragt bleiben
Angesichts der doch recht bescheidenen Finanzausstattung der Stiftung Finanztest fragen sich viele Fachleute und alle, die Geld anlegen, wie denn eine solche Prüfung überhaupt aussehen kann und welche Produkte davon betroffen sein können. Klar ist, dass es sich um keine Veränderung der Einlagensicherung oder des rechtlichen Status von Kundeneinlagen handelt – Geld anlegen wird damit vorerst nicht noch komplizierter. Damit werden Tagesgelder und Festgelder weiterhin attraktiv bleiben. Genau weiß noch niemand, wie denn ein Prüfsiegel aussehen kann, aber es ist klar: Die reinen verzinslichen Anlageformen gehören zu den zuverlässigsten und attraktivsten. Hier gibt es keine versteckten Gebühren und Kosten! Da auch die Steuern auf die Zinserträge im Rahmen der Abgeltungsteuer automatisch abgezogen werden gibt es auch keinen expliziten oder ausufernden Beratungsbedarf. Die Anleger sollten deshalb weiterhin die hohen Zinsen und die attraktiven Angebote der Festgeldbanken nutzen. Wer ganz sicher gehen möchte, der kann seine Geldanlage auf die Banken beschränken, die ihren Sitz im Inland haben. Damit kommen die Kunden in Genuss der schnellen Laufzeiten von Inlandsüberweisungen und brauchen auch keine Währungskonvertierung zu bezahlen. Wenn die bei jedem Konto vergebene internationale Kontonummer, die sog. IBAN, mit “DE” beginnt, dann ist der Anlege auf der richtigen Seite.

Interessant wird es werden im Zeitablauf zu sehen, wie die anderen Produkte im Vergleich zu den klassischen verzinslichen Anlagen abschneiden. Spannende Zeiten brechen also für alle an, die Geld anlegen möchten. Mehr dazu auf dieser Webseite.